
„Rich Dad Poor Dad“-Autor Robert Kiyosaki hat kürzlich erneut eine Warnung vor einer Finanzkrise ausgesprochen. Er glaubt, dass der bisher größte Börsencrash um das Jahr 2026 herum beginnen könnte und verbindet diese potenzielle Krise direkt mit den ungelösten strukturellen Problemen, die die Finanzkrise 2008 hinterlassen hat. Er vertritt diese Ansicht seit Jahren und äußerte bereits 2013 öffentlich, dass das globale Finanzsystem irgendwann in der Zukunft vor einer großen Krise stehen könnte.
Das Kernargument von Robert Kiyosaki ist, dass die Maßnahmen nach der Finanzkrise 2008 – große Stimulusprogramme und Geldmengenausweitung durch Regierungen und Zentralbanken – nur die tieferliegenden strukturellen Probleme verzögert haben, anstatt sie zu lösen. Er ist der Ansicht, dass das globale Finanzsystem in diesem Rahmen weiterhin äußerst anfällig ist. Die ständig steigende Staatsverschuldung und die innere Instabilität des Finanzsystems könnten letztlich zu einer erheblichen Marktkorrektur führen.
Kiyosaki hebt besonders hervor, dass die US-Staatsverschuldung derzeit über 35 Billionen US-Dollar liegt. Zudem spielt BlackRock, einer der größten Vermögensverwalter, eine immer wichtigere Rolle auf den globalen Märkten. Einige Analysten vermuten, dass eine Veränderung der Investmentstrategien in Zeiten finanziellen Drucks die Marktschwankungen noch verstärken könnte.
Um Vermögen in potenziell turbulenten Zeiten zu schützen, empfiehlt Kiyosaki den Besitz sogenannter „Real Assets“ – physische Vermögenswerte wie Edelmetalle, Rohstoffe und digitale Assets:
Befürworter dieser Sichtweise argumentieren, dass knappe Ressourcen in Zeiten hoher Inflation oder wirtschaftlicher Unsicherheit ihren relativen Wert oft bewahren oder sogar steigern können.
Obwohl Kiyosakis Warnungen viel Aufmerksamkeit erregen, gibt es auch kritische Stimmen, die seine Prognosen als gemischt bewerten. Er hatte 2016 und 2020 jeweils vor bedeutenden Markteinbrüchen gewarnt, diese traten jedoch nicht ein. Viele Analysten sind vorsichtig bei seinen genauen Zeitangaben, da die Vorhersage des genauen Zeitpunkts eines Markteinbruchs grundsätzlich sehr schwierig ist.
Auf der anderen Seite gibt es mehrere makroökonomische Indikatoren, die die Aufmerksamkeit der Märkte auf sich ziehen: die stetig wachsende US-Staatsverschuldung, die zunehmende Konzentration der Vermögenswerte bei großen institutionellen Investoren sowie die Unsicherheiten durch die Geldpolitik. Diese Faktoren haben bei einigen führenden Ökonomen Bedenken hinsichtlich der langfristigen Finanzstabilität geweckt, was teilweise mit Kiyosakis Sorgen übereinstimmt.
Kiyosaki ist der Ansicht, dass die nach 2008 eingeführten quantitativen Lockerungsmaßnahmen und Stimuli nur die Krise verzögert haben, sie aber nicht gelöst wurden. Er glaubt, dass die ständig steigende Verschuldung und die strukturelle Fragilität des Finanzsystems letztlich zu einer großen Marktkorrektur führen werden. Er schätzt, dass um das Jahr 2026 herum die Risiken sich manifestieren könnten.
Er empfiehlt Gold, Silber, Bitcoin, Ethereum und Öl. Diese „Hard Assets“ könnten in Zeiten großer Schwankungen an den Finanzmärkten Vermögen schützen, insbesondere weil knappe Ressourcen in Inflationsphasen oft widerstandsfähiger sind als Fiat-Währungen.
Er hat mehrfach vor großen Markteinbrüchen gewarnt, aber nicht alle Vorhersagen haben sich bewahrheitet. So warnte er vor einem Crash 2016 und 2020, diese traten jedoch nicht ein. Daher sind Analysten vorsichtig bei seinen genauen Zeitangaben, erkennen aber an, dass die von ihm angesprochenen makrostrukturellen Risiken wie hohe Verschuldung wichtige Themen sind, die es zu beobachten gilt.