Bloomberg: In der dritten Woche des US-Iran-Krieges entscheidet Trump „nach Bauchgefühl über den nächsten Schritt", die Straße von Hormus stützt die globalen Ölpreise

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Der Konflikt zwischen den USA und Iran befindet sich in der dritten Woche, die Hormuzstraße ist nahezu geschlossen, die Ölpreise haben die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschritten. Die IEA bezeichnet dies als möglicherweise den größten Versorgungsausfall in der Geschichte des globalen Ölmarktes; wann dieser Krieg enden wird, so Trump selbst, sei sein „inneres Gefühl“.
(Vorherige Zusammenfassung: Trump erklärt: Iran nur mit „unconditional surrender“ Friedensschluss! Nahost-Konflikt eskaliert, Öl- und Dollar steigen stark, Bitcoin fällt auf 68.000 USD)
(Hintergrund: Nach einem 9%-Anstieg des Rohölpreises greift Trump ein! Marine eskortiert Hormuzstraße + DFC-Krieg droht, BTC steigt wider Erwarten über 71.000 USD)

Inhaltsverzeichnis

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  • Die mathematische Aufgabe von Hormuz
  • Das Ende – niemand hat die Antwort
  • Kettenreaktion auf den Finanzmärkten: Ölpreise, Inflation, Absicherung

Seit der dritten Woche des Krieges zwischen den USA und Iran wartet der globale Ölmarkt darauf, dass jemand ihm mit „innerem Gefühl“ sagt, wann die Versorgung wieder normal sein wird.

Laut Bloomberg sagte Trump in einem Interview mit Fox News, er werde den Krieg beenden, wenn er „sein inneres Gefühl“ hat. Für Marktteilnehmer, die sich an Fed-Zinssatzprognosen und CPI-Daten orientieren, ist diese Aussage so gut wie keine Sicherheit.

Die mathematische Aufgabe von Hormuz

Derzeit ist die Hormuzstraße fast geschlossen, durch diese Wasserstraße fließen etwa 20 % der weltweiten Ölversorgung. Die Ölpreise haben die 100-Dollar-Marke überschritten, die US-Benzinpreise sind seit Kriegsbeginn um etwa 65 Cent pro Gallone gestiegen. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt deutlich: Dies könnte der größte Versorgungsausfall in der Geschichte des globalen Ölmarktes sein.

Bemerkenswert ist, dass die USA bei den Bombenangriffen auf die Halbinsel Halek gezielt die Ölinfrastruktur verschont haben, keine iranischen Exportanlagen zerstört wurden. Dieses Detail zeigt, dass das Weiße Haus sich durchaus bewusst ist, dass die Energiemärkte in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Problem ist: Zwischen „keine Zerstörung der Anlagen“ und „Weiterfluss des Öls“ liegt noch immer die Hormuzstraße und die iranische Marine.

Das Ende – niemand hat die Antwort

In einem G7-Gipfel fragten europäische Führer nach einem Endplan, Trump antwortete: „Darüber kann man im Telefon nicht sprechen.“ Das Weiße Haus gibt öffentlich an, dass militärische Maßnahmen 4 bis 6 Wochen dauern sollen und „im Zeitplan liegen“. Der AI-Berater von Trump, David Sacks, forderte öffentlich, „den Sieg auszurufen und dann abzuziehen“ – eine Aussage, die in Washingtons politischer Kultur meist nicht nur von einer Person stammt.

Vizepräsident JD Vance zeigt sich „weder unterstützend noch kritisierend“, Senator Lindsey Graham deutet an, dass Bodentruppen eingesetzt werden könnten, Marineinfanterie ist bereits in der Region stationiert. Diese Signale sind widersprüchlich.

Die iranische Logik ist relativ klar: Der oberste Führer Mojtaba Khamenei kündigt an: „Wir werden Entschädigungen fordern.“ Irans Strategie zielt nicht auf militärische Niederlagen ab, sondern darauf, „durchzuhalten“ – das sei schon Sieg genug. Oman, Saudi-Arabien und die Türkei suchen nach Wegen zur Deeskalation, doch europäische Politiker meinen, Irans Kernforderungen – Kriegsschadensersatz und Sicherheitsgarantien – seien für die USA strukturell kaum akzeptabel.

Die Lage in den Golfstaaten ist ebenfalls heikel: Sie klagen, vor Kriegsbeginn nicht ausreichend konsultiert worden zu sein, und viele Investitionsversprechen haben keinen substanziellen Einfluss auf den Kriegsverlauf.

Kettenreaktion auf den Finanzmärkten: Ölpreise, Inflation, Absicherung

Jeder Anstieg von 10 US-Dollar beim Ölpreis schätzt man, erhöht den US-CPI um etwa 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte, je nach Dauer. Da die Fed bereits die „Verbesserung der Inflationsdaten“ als Voraussetzung für Zinssenkungen sieht, verzögert anhaltend hohe Energiepreise die Zinssenkungspläne.

Die Reaktion auf sichere Anlagen ist klassisch: Gold profitiert traditionell von geopolitischer Unsicherheit; Bitcoin ist komplexer. Wenn die Marktstory lautet „Inflation steigt + Fed hawkish + Dollar stark“, leiden Risikoanlagen. Doch da die USA Netto-Exporteur von Energie sind, wirkt sich ein steigender Ölpreis nicht nur negativ auf den Dollar aus – diese strukturelle Veränderung ist in den letzten zehn Jahren etabliert und bildet die Basis für die Annahme, „der Dollar könnte sogar stärker werden“.

Die Position von Bitcoin hängt davon ab, ob man es als „sicheres Asset“ oder „Risikoinvestment“ sieht. Die letzten zwei Jahre haben gezeigt, dass beide Sichtweisen zeitweise gerechtfertigt waren, abhängig vom vorherrschenden makroökonomischen Narrativ.

Derzeit gilt: Öl über 100 USD, unklare Kriegsauflösung, verzögerte Zinssenkungserwartungen, starker Dollar. Diese Kombination übt kurzfristig Druck auf den Kryptomarkt aus, doch die Dauer hängt vollständig davon ab, wann Trump sein „inneres Gefühl“ ändert.

Die Märkte sind immer richtig – bis sie bei der Einschätzung „4 bis 6 Wochen Fortschritt“ auf die siebte Woche stoßen.

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