Bitcoin schießt auf 75.500 US-Dollar, Ethereum klopft an 2.400 an, Morgan Stanley: Ölpreisanstieg erschüttert nicht die Zinssenkungsprognosen für Juni und September

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Bitcoin stieg heute früh schnell auf 75.500 USD und erreichte ein neues kurzfristiges Hoch. Ethereum überschritt gleichzeitig 2.380 USD. Innerhalb von 24 Stunden wurden Futures im Wert von 570 Millionen USD liquidiert, wobei Short-Positionen 446 Millionen USD ausmachten. Die Short-Quote ist damit sehr hoch. Morgan Stanley’s Chefökonom Michael Gapen widerspricht den Marktmeinungen und hält an den Erwartungen fest, dass die Federal Reserve im Juni und September jeweils eine Zinssenkung vornehmen wird, da ein Anstieg der Ölpreise nicht ausreicht, um den Zinssenkungspfad zu ändern.
(Vorgeschichte: Trump erklärt: „Nur unbedingte Kapitulation Irans beendet den Krieg!“ Nahost-Konflikt eskaliert, Öl- und Dollarpreise steigen stark, Bitcoin fällt auf 68.000 USD)
(Hintergrund: Die Federal Reserve trifft heute Abend ihre Zinsentscheidungen: Ein Zinsstopp ist Konsens, aber ist Powell eher dovish?)

Inhaltsverzeichnis

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  • Morgan Stanley: Ölpreisspitze ändert nichts an den Zinssenkungsplänen für Juni und September
  • Renditeänderungen, Hochstufung des Endzinssatzes – Gapen: Hauptsächliches Risiko ist „Verzögerung“
  • Marktlage: 60 % Wahrscheinlichkeit für Zinssenkung im September, kurzfristig überwiegt Bullenstimmung die Flucht in Sicherheit

Bitcoin stieg am 17. März morgens schnell an und erreichte zeitweise 75.500 USD, aktuell liegt er bei 75.196 USD. Ethereum überschritt gleichzeitig 2.380 USD, morgens vorübergehend bei 2.351 USD. Dieser rasche Anstieg ging mit großem Liquidationsvolumen einher: Innerhalb von 24 Stunden wurden Futures im Wert von 570 Millionen USD liquidiert, wobei Short-Positionen 446 Millionen USD ausmachten. Dies zeigt, dass die Bären stark gedrängt wurden, was zu hoher Volatilität führt. Investoren sollten vorsichtig agieren.

Morgan Stanley: Ölpreisspitze ändert nichts an den Zinssenkungsplänen für Juni und September

Während die Märkte wild darüber spekulieren, ob die Federal Reserve dieses Jahr noch die Zinsen senken wird, gibt Morgan Stanley eine gegen den Markt gerichtete Antwort. Laut Bloomberg äußerte sich der Chefökonom für die USA, Michael Gapen, am 17. März bei einem Bloomberg-Roundtable in New York: „Wir erwarten weiterhin Maßnahmen im Juni und September, aber es besteht das Risiko einer Verzögerung.“

Diese Haltung steht im klaren Gegensatz zur jüngsten Marktstimmung. Nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs stiegen die Ölpreise stark an, und die Märkte befürchten eine erneute Inflation. Händler reduzieren ihre Erwartungen an Zinssenkungen der Fed deutlich: Futures, die an die Fed-Politik gekoppelt sind, rechnen derzeit nur noch mit einer Zinssenkung im Dezember um 25 Basispunkte, während im Vormonat noch mindestens 50 Basispunkte für dieses Jahr erwartet wurden. Auch die Ökonomen von TD Securities und Barclays haben ihre ersten Zinssenkungsprognosen von Juni auf September verschoben.

Renditeänderungen, Hochstufung des Endzinssatzes – Gapen: Hauptsächliches Risiko ist „Verzögerung“

Auch im Anleihemarkt zeigen sich Anzeichen von Nervosität. Letzte Woche kam es zu einem heftigen Verkauf von US-Staatsanleihen, wobei die zweijährige Rendite auf fast 3,75 % stieg – ein Niveau, das die Reservezinsen der Fed überstieg, was historisch äußerst selten ist. Der Indikator für die Erwartungen an den Endzinssatz der aktuellen Lockerungsphase ist seit Ende Februar um etwa 50 Basispunkte gestiegen und liegt jetzt über 3,4 %.

Gapen zeigte sich überrascht: „Die Bewegung bei der zweijährigen Rendite ist erstaunlich. Ich bin überrascht, ich sehe zwar auch längere Laufzeiten steigen, aber dass der Endzinssatz so hoch neu bewertet wird, überrascht mich.“ Er gab auch zu, dass die Fed die erste Zinssenkung möglicherweise auf September oder sogar Dezember verschiebt. Falls das passiert, könnte die nächste Zinssenkung erst 2027 erfolgen: „Das Hauptrisiko ist die Verzögerung. Je länger die Fed wartet, desto mehr wird sie wahrscheinlich eine zusätzliche Zinssenkung vornehmen müssen.“

Marktlage: 60 % Wahrscheinlichkeit für Zinssenkung im September, kurzfristig überwiegt Bullenstimmung die Flucht in Sicherheit

Derzeit liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im September bei 60 %, was zeigt, dass die Märkte zwar ihre optimistische Haltung gegenüber Zinssenkungen etwas reduziert haben, aber eine Senkung im zweiten Halbjahr noch nicht ausgeschlossen ist. Im Kryptomarkt hat der rasche Anstieg von Bitcoin vorübergehend die Flucht in Sicherheit durch steigende Ölpreise übertroffen. Nach großflächigen Liquidationen bei Short-Positionen besteht jedoch die Gefahr eines Kursrücksetzers, falls keine anhaltende Kaufdynamik einsetzt. Investoren sollten die Volatilität im Blick behalten.

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