Bitcoin hat in nur 120 Tagen einen starken Rückgang von -53 % erlebt, ohne dass bedeutende negative Nachrichten oder Ereignisse aufgetreten sind – diese Situation ist ungewöhnlich. Es handelt sich nicht nur um ein Problem makroökonomischer Belastungen, sondern vielmehr um eine tiefgreifende Veränderung im Preisbildungsmechanismus. Um dies zu verstehen, können wir eine einfache Metapher verwenden: Wenn Bitcoin früher wie ein echtes Haus bewertet wurde, mit tatsächlichen Kauf- und Verkaufsaktionen, dann wird Bitcoin heute eher wie ein Papier bewertet, das den Besitz des Hauses bestätigt, das auf Millionen von Märkten gehandelt wird.
Veränderung der Bitcoin-Bewertung: Vom tatsächlichen Angebot zum ‘aggregierten Angebot’
Das ursprüngliche Bewertungsmodell von Bitcoin basierte auf einer einfachen Annahme: Das Angebot ist fest bei 21 Millionen Coins, und der Preis wird durch die tatsächlichen Käufer und Verkäufer dieser Coins bestimmt. In den Anfangsphasen war das größtenteils korrekt.
Doch die aktuelle Struktur hat sich erheblich verändert. Der Großteil der Bitcoin-Handelsaktivitäten findet nicht mehr auf Spot-Börsen statt, sondern über ein komplexes System von Derivatemärkten. Dies ist eine Metapher für eine “Vervielfachung” des Preises: Statt tatsächlicher Bitcoin-Transaktionen handeln Investoren mit Futures, unbefristeten Swap-Kontrakten, Optionen, ETFs und anderen strukturierten Produkten. Diese Instrumente ermöglichen den Zugang zum Bitcoin-Preis, ohne dass Bitcoin tatsächlich auf der Blockchain bewegt wird.
Derivate – das ‘Spiegelbild’ des Bitcoin-Preises
Diese Veränderung hat tiefgreifende Bedeutung: Der Verkaufsdruck kann von Derivate-Positionen kommen, nicht nur von tatsächlichen Bitcoin-Haltern. Diese Metapher ist wie ein magischer Spiegel – wenn große Leerverkaufspositionen auf Futures-Märkten eröffnet werden, kann der Preis fallen, selbst wenn kein Bitcoin tatsächlich verkauft wird. Dieser amplifizierende Effekt wird besonders gefährlich, wenn gehebelte Long-Positionen liquidiert werden. In solchen Fällen erfolgt der Verkauf durch Derivate, was eine psychologische Kettenreaktion auslöst: Die Liquidationen beschleunigen den Preisverfall, was wiederum weitere Liquidationen auslöst und eine Abwärtsspirale erzeugt.
Deshalb wirken die jüngsten Verkaufswellen so strukturiert: Man sieht lange Liquidationswellen, negative Funding-Raten (was auf Verkäuferdruck hindeutet), und den Zusammenbruch der offenen Zinsen. All dies deutet darauf hin, dass die Bewegungen im Preis eher von Derivate-Positionen gesteuert werden als von tatsächlichen Bitcoin-Haltern.
Derivate – der ‘Spiegel der Bitcoin-Preise’
Diese Entwicklung ist eine tiefgreifende Metapher: Derivate sind wie ein “Durchsichts-Spiegel” des Bitcoin-Preises. Sie spiegeln nicht nur den tatsächlichen Wert wider, sondern auch die Stimmung und die Positionen der großen Akteure. Wenn große Institutionen massive Short-Positionen aufbauen, kann der Preis fallen, ohne dass tatsächliche Bitcoin verkauft werden.
Wenn das globale Risiko steigt: Bitcoin an der ‘extremen Peripherie’ der Kurve
Doch dieser Preisrückgang ist nicht nur auf Derivate zurückzuführen. Alle risikoreichen Vermögenswerte erleben eine Korrektur. Aktien fallen, Gold und Silber schwanken. Die globalen Märkte treten in einen “Risk-Off”-Modus ein – Investoren ziehen Kapital aus risikoreichen Anlagen ab. Diese Metapher lässt sich so vorstellen: Wenn man eine Risiko-Kurve von Bargeld bis zu hochriskanten Anlagen zeichnet, befindet sich Bitcoin an der äußersten Peripherie. Wenn die Märkte in den Schutzmodus wechseln, fließt Kapital zuerst aus Bitcoin ab.
Dies erklärt, warum Bitcoin stärker fällt als traditionelle Aktienmärkte. Es liegt nicht an schlechten Nachrichten speziell zu Bitcoin, sondern an seiner relativen Position im globalen Finanzsystem.
Makroökonomische Faktoren: Ein ‘Hurrikan’ für den Abverkauf
Neben diesen Belastungen gibt es makroökonomische Faktoren, die einen “Hurrikan” für den Abverkauf darstellen:
Politische Unsicherheiten: Spannungen im Zusammenhang mit globalen Konflikten, insbesondere Entwicklungen zwischen den USA und Iran, sorgen für Unsicherheit. Wann immer geopolitische Risiken steigen, wechseln die Märkte in den Schutzmodus, und risikoreiche Anlagen werden verkauft.
Erwartungen an die Liquidität der Fed: Der Markt hat eine Phase mit lockerer Liquidität eingepreist, doch die Erwartungen an die zukünftige Haltung der Fed haben sich geändert. Wenn Investoren glauben, dass die Geldpolitik auch bei sinkenden Zinsen restriktiv bleibt, werden risikoreiche Anlagen niedriger bewertet.
Schwache Wirtschaftsdaten: Hinweise auf eine Abschwächung des Arbeitsmarktes, der Immobiliennachfrage und Kreditbelastungen deuten auf eine Verlangsamung des Wachstums hin. Bei zunehmender Rezessionsangst reduzieren Investoren das Risiko, und Kryptowährungen – die volatilsten Vermögenswerte – sind am stärksten betroffen.
Der Unterschied zwischen ‘planmäßigem Verkauf’ und ‘Panikverkauf’
Ein wichtiger Punkt: Dieser Abverkauf ähnelt nicht einem panischen Ausstieg. Er wirkt strukturiert. Kontinuierliche rote Kerzen, kontrollierte Abwärtsbewegungen und der Einfluss der Derivate deuten darauf hin, dass große Akteure ihre Exposure methodisch reduzieren, nicht aus Panik verkaufen. Diese Metapher ist wie der Unterschied zwischen einer kalkulierten Liquidation eines Unternehmens und einem panischen Verkauf aller Vermögenswerte aus Angst.
Wenn die Positionen der großen Akteure sich verringern, dämpft das die Erholungsversuche. Käufer, die auf eine Stabilisierung warten, üben zusätzlichen Druck auf niedrigere Niveaus aus.
Das Zusammenspiel aller Faktoren
Der aktuelle Rückgang ist kein einzelner Grund, sondern das Ergebnis einer Kombination:
Preisbildung wird durch Derivate gesteuert, nicht durch echtes Angebot
Das aggregierte Angebot ist durch Leverage stark geöffnet
Globale Risikoströme bewegen sich in den Schutzmodus
Erwartungen an die Geldpolitik verändern sich
Geopolitische Unsicherheiten bestehen
Makrodaten sind schwach
Institutionelle Positionen werden planmäßig reduziert
Der aktuelle Bitcoin-Preis (Stand Februar 2026 bei 68.070 USD) spiegelt all diese Belastungen wider. Solange diese Faktoren nicht stabilisieren, sind Erholungsversuche möglich, aber die Aufwärtsperspektiven werden durch die weiterhin dominierende Marktstruktur-Interpretation erschwert, bei der die Preisbewegungen mehr durch Derivate und Marktmechanismen als durch tatsächliche Nachfrage getrieben werden.
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Bitcoin fällt um 53 % - Eine Metapher dafür, wie Der Derivatemarkt die Preisbildung ersetzt
Bitcoin hat in nur 120 Tagen einen starken Rückgang von -53 % erlebt, ohne dass bedeutende negative Nachrichten oder Ereignisse aufgetreten sind – diese Situation ist ungewöhnlich. Es handelt sich nicht nur um ein Problem makroökonomischer Belastungen, sondern vielmehr um eine tiefgreifende Veränderung im Preisbildungsmechanismus. Um dies zu verstehen, können wir eine einfache Metapher verwenden: Wenn Bitcoin früher wie ein echtes Haus bewertet wurde, mit tatsächlichen Kauf- und Verkaufsaktionen, dann wird Bitcoin heute eher wie ein Papier bewertet, das den Besitz des Hauses bestätigt, das auf Millionen von Märkten gehandelt wird.
Veränderung der Bitcoin-Bewertung: Vom tatsächlichen Angebot zum ‘aggregierten Angebot’
Das ursprüngliche Bewertungsmodell von Bitcoin basierte auf einer einfachen Annahme: Das Angebot ist fest bei 21 Millionen Coins, und der Preis wird durch die tatsächlichen Käufer und Verkäufer dieser Coins bestimmt. In den Anfangsphasen war das größtenteils korrekt.
Doch die aktuelle Struktur hat sich erheblich verändert. Der Großteil der Bitcoin-Handelsaktivitäten findet nicht mehr auf Spot-Börsen statt, sondern über ein komplexes System von Derivatemärkten. Dies ist eine Metapher für eine “Vervielfachung” des Preises: Statt tatsächlicher Bitcoin-Transaktionen handeln Investoren mit Futures, unbefristeten Swap-Kontrakten, Optionen, ETFs und anderen strukturierten Produkten. Diese Instrumente ermöglichen den Zugang zum Bitcoin-Preis, ohne dass Bitcoin tatsächlich auf der Blockchain bewegt wird.
Derivate – das ‘Spiegelbild’ des Bitcoin-Preises
Diese Veränderung hat tiefgreifende Bedeutung: Der Verkaufsdruck kann von Derivate-Positionen kommen, nicht nur von tatsächlichen Bitcoin-Haltern. Diese Metapher ist wie ein magischer Spiegel – wenn große Leerverkaufspositionen auf Futures-Märkten eröffnet werden, kann der Preis fallen, selbst wenn kein Bitcoin tatsächlich verkauft wird. Dieser amplifizierende Effekt wird besonders gefährlich, wenn gehebelte Long-Positionen liquidiert werden. In solchen Fällen erfolgt der Verkauf durch Derivate, was eine psychologische Kettenreaktion auslöst: Die Liquidationen beschleunigen den Preisverfall, was wiederum weitere Liquidationen auslöst und eine Abwärtsspirale erzeugt.
Deshalb wirken die jüngsten Verkaufswellen so strukturiert: Man sieht lange Liquidationswellen, negative Funding-Raten (was auf Verkäuferdruck hindeutet), und den Zusammenbruch der offenen Zinsen. All dies deutet darauf hin, dass die Bewegungen im Preis eher von Derivate-Positionen gesteuert werden als von tatsächlichen Bitcoin-Haltern.
Derivate – der ‘Spiegel der Bitcoin-Preise’
Diese Entwicklung ist eine tiefgreifende Metapher: Derivate sind wie ein “Durchsichts-Spiegel” des Bitcoin-Preises. Sie spiegeln nicht nur den tatsächlichen Wert wider, sondern auch die Stimmung und die Positionen der großen Akteure. Wenn große Institutionen massive Short-Positionen aufbauen, kann der Preis fallen, ohne dass tatsächliche Bitcoin verkauft werden.
Wenn das globale Risiko steigt: Bitcoin an der ‘extremen Peripherie’ der Kurve
Doch dieser Preisrückgang ist nicht nur auf Derivate zurückzuführen. Alle risikoreichen Vermögenswerte erleben eine Korrektur. Aktien fallen, Gold und Silber schwanken. Die globalen Märkte treten in einen “Risk-Off”-Modus ein – Investoren ziehen Kapital aus risikoreichen Anlagen ab. Diese Metapher lässt sich so vorstellen: Wenn man eine Risiko-Kurve von Bargeld bis zu hochriskanten Anlagen zeichnet, befindet sich Bitcoin an der äußersten Peripherie. Wenn die Märkte in den Schutzmodus wechseln, fließt Kapital zuerst aus Bitcoin ab.
Dies erklärt, warum Bitcoin stärker fällt als traditionelle Aktienmärkte. Es liegt nicht an schlechten Nachrichten speziell zu Bitcoin, sondern an seiner relativen Position im globalen Finanzsystem.
Makroökonomische Faktoren: Ein ‘Hurrikan’ für den Abverkauf
Neben diesen Belastungen gibt es makroökonomische Faktoren, die einen “Hurrikan” für den Abverkauf darstellen:
Politische Unsicherheiten: Spannungen im Zusammenhang mit globalen Konflikten, insbesondere Entwicklungen zwischen den USA und Iran, sorgen für Unsicherheit. Wann immer geopolitische Risiken steigen, wechseln die Märkte in den Schutzmodus, und risikoreiche Anlagen werden verkauft.
Erwartungen an die Liquidität der Fed: Der Markt hat eine Phase mit lockerer Liquidität eingepreist, doch die Erwartungen an die zukünftige Haltung der Fed haben sich geändert. Wenn Investoren glauben, dass die Geldpolitik auch bei sinkenden Zinsen restriktiv bleibt, werden risikoreiche Anlagen niedriger bewertet.
Schwache Wirtschaftsdaten: Hinweise auf eine Abschwächung des Arbeitsmarktes, der Immobiliennachfrage und Kreditbelastungen deuten auf eine Verlangsamung des Wachstums hin. Bei zunehmender Rezessionsangst reduzieren Investoren das Risiko, und Kryptowährungen – die volatilsten Vermögenswerte – sind am stärksten betroffen.
Der Unterschied zwischen ‘planmäßigem Verkauf’ und ‘Panikverkauf’
Ein wichtiger Punkt: Dieser Abverkauf ähnelt nicht einem panischen Ausstieg. Er wirkt strukturiert. Kontinuierliche rote Kerzen, kontrollierte Abwärtsbewegungen und der Einfluss der Derivate deuten darauf hin, dass große Akteure ihre Exposure methodisch reduzieren, nicht aus Panik verkaufen. Diese Metapher ist wie der Unterschied zwischen einer kalkulierten Liquidation eines Unternehmens und einem panischen Verkauf aller Vermögenswerte aus Angst.
Wenn die Positionen der großen Akteure sich verringern, dämpft das die Erholungsversuche. Käufer, die auf eine Stabilisierung warten, üben zusätzlichen Druck auf niedrigere Niveaus aus.
Das Zusammenspiel aller Faktoren
Der aktuelle Rückgang ist kein einzelner Grund, sondern das Ergebnis einer Kombination:
Der aktuelle Bitcoin-Preis (Stand Februar 2026 bei 68.070 USD) spiegelt all diese Belastungen wider. Solange diese Faktoren nicht stabilisieren, sind Erholungsversuche möglich, aber die Aufwärtsperspektiven werden durch die weiterhin dominierende Marktstruktur-Interpretation erschwert, bei der die Preisbewegungen mehr durch Derivate und Marktmechanismen als durch tatsächliche Nachfrage getrieben werden.