Am 6. Februar wies die Investmentbank Jefferies in ihrem neuesten Forschungsbericht darauf hin, dass die Preise von Bitcoin und Ethereum zwar wieder in den Bereich zurückgefallen sind, der historisch “Dip-Buying-Fonds” angezogen hat, diese Runde der Kryptowährungsausverkäufe jedoch noch kein klares Signal für einen Tiefpunkt gezeigt hat. Die Behörde ist der Ansicht, dass die aktuelle Anpassung eher einer Korrektur durch eine Schrumpfung der Liquidität ähnelt als einem Rückgang des Blockchain-Ökosystems selbst.
Laut dem Bericht liegt Bitcoin derzeit bei etwa 64.800 US-Dollar und hat damit etwa 47 % von seinem Höchststand im Oktober 2025 von 123.500 US-Dollar zurückgeholt; Ethereum wird bei etwa 1.900 US-Dollar gehandelt, fast 60 % weniger als der Zyklushöchststand. Jefferies wies darauf hin, dass der rasche Preisrückgang erneut die Marktbedenken hinsichtlich des “Krypto-Winters” verstärkt hat, aber der Hauptgrund dafür weiterhin die zunehmende globale Risikoaversion und die Rotation von Mitteln aus Wachstumsanlagen ist.
On-Chain-Daten und Branchendynamiken zeichnen ein anderes Bild. Die Bank betonte, dass die Netzwerknutzung stabil bleibe und einige Unternehmen weiterhin selektiv Bitcoin anhäufen, was darauf hindeutet, dass die zugrunde liegende Infrastruktur nicht kompromittiert wurde. Unterdessen wurden über 2 Milliarden Dollar an langfristigen Positionen liquidiert, was die kurzfristige Volatilität großer Krypto-Vermögenswerte verschärfte.
Aus Sicht der Kapitalstruktur ist Jefferies der Ansicht, dass die Reduzierung großer Bitcoin-Inhaber und der anhaltende Nettoabfluss von Spot-ETFs Schlüsselfaktoren für den jüngsten Preisdruck sind, was widerspiegelt, dass die Auswirkungen der institutionellen Portfolio-Neuausrichtung deutlich größer sind als die von Privatanlegern. Im Gegensatz dazu neigen kleine und mittlere Inhaber eher dazu, ihre Positionen zu halten und zeigen keine Anzeichen konzentrierter Auszahlung.
Zudem haben sich das Volumen und die dezentrale Kreditvergabe auf zentralen Plattformen nach einem früheren Anstieg stabilisiert, was darauf hindeutet, dass der Markt sich in einer Phase der Stimmungsreparatur befindet.
Trotz seiner vorsichtigen Haltung ist Jefferies nicht völlig bärisch. Die Bank wies darauf hin, dass die Verbesserung des regulatorischen Umfelds, die Reife der Infrastruktur und die fortgesetzte Beteiligung traditioneller Finanzen das Marktinteresse mittelfristig bis langfristig neu entfachen und Blockchain-Projekte mit echter Rentabilität und Anwendungsszenarien aus dem differenzierten Markt fördern könnten, anstatt eine vollständige Erholung.
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