Betrachtet man die Mehrwochen-Performance, so bleibt das kurzfristige Momentum schwach. Die 1-Stunden-, 24-Stunden- und 7-Tage-Trends sind alle abwärts gerichtet. Die 14-Tage- und 30-Tage-Werte sind jeweils um mehr als 20 % bzw. 30 % gefallen, was auf anhaltenden mittelfristigen Verkaufsdruck hinweist. Das Tageschart zeigt weiterhin einen Bärentrend, der Kurs liegt deutlich unter den wichtigsten gleitenden Durchschnitten. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 82.024 US-Dollar, der 100-Tage-Durchschnitt über 88.526 US-Dollar. Um den 50-Tage-Durchschnitt erneut zu testen, müsste Bitcoin etwa 23,6 % vom aktuellen Niveau zulegen. Dieser Bereich gilt auch als die derzeit wichtigste dynamische Widerstandzone.
Technisch betrachtet ist der Relative Strength Index (RSI) auf 29,55 gefallen, was in den überverkauften Bereich eintaucht. Dies deutet auf eine kurzfriste Verkaufsüberhitzung hin, was eine technische Erholung begünstigen könnte. Solange der Kurs jedoch nicht stabil über den entscheidenden gleitenden Durchschnitten bleibt, könnte jede Erholung lediglich eine reparierende Gegenbewegung sein.
Die Liquidationsdaten offenbaren die Fragilität der Marktstruktur. In den letzten 24 Stunden wurden insgesamt über 100 Millionen US-Dollar liquidiert, wobei die Mehrheit auf Long-Positionen entfällt. Dies zeigt, dass im Abwärtstrend die gehebelten Long-Positionen kontinuierlich ausgedünnt wurden. Im 12-Stunden-Fenster waren die Verluste bei Short-Positionen höher, was auf schnelle Kursbewegungen und temporäre Short-Squeezes hinweist, die anschließend wieder nach unten drehten.
Derzeit befindet sich Bitcoin an einem entscheidenden Scheideweg. Wenn es gelingt, bei etwa 66.000 US-Dollar eine stabile Bodenbildung zu erreichen, besteht die Chance auf eine Erholung. Andernfalls, bei Unterschreiten der Unterstützung, könnte sich der Markt weiter nach unten bewegen, um ein neues Gleichgewicht zu finden.
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