Gate News Nachrichten, 18. März: Die Aufsichtsbehörde des Bundesstaates Connecticut hat die Genehmigung von Bitcoin Depot für Geldtransfers vor Ort ausgesetzt und verlangt, dass das Unternehmen sofort alle Bitcoin-ATM-Betriebe einstellt. Die Regulierungsbehörde stellte fest, dass das Unternehmen in Bezug auf Gebühren, Informationsoffenlegung und Betrugs-Rückerstattungsmechanismen mehrfach gegen Vorschriften verstoßen hat.
Genauer gesagt, stellte die Behörde fest, dass Bitcoin Depot bei über 1000 Transaktionen Gebühren erhoben hat, die 15 % des gesetzlichen Limits übersteigen, was mehr als 500 Nutzer betrifft und zu einer Mehrbelastung von etwa 150.000 US-Dollar führte. Zudem konnte das Unternehmen einigen Nutzern, die durch seine Geräte Opfer von Betrug wurden, keine vollständige Rückerstattung gewähren. Außerdem bestehen deutliche Mängel bei der Informationsoffenlegung und der Einhaltung von Vorschriften.
Infolge dessen wurde Bitcoin Depot aufgefordert, den Betrieb einzustellen, unrechtmäßig erzielte Gewinne zurückzuzahlen und möglicherweise mit Geldstrafen belegt zu werden. Es besteht auch die Gefahr, dass die Lizenz entzogen oder nicht verlängert wird. Die Genehmigung für Geldtransfers ist eine entscheidende Voraussetzung für den legalen Betrieb von Bitcoin-ATMs; bei Wegfall würde dies die Geschäftstätigkeit im Bundesstaat erheblich beeinträchtigen.
Gleichzeitig gab Bitcoin Depot in Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC zu, dass es innerhalb des Unternehmens noch nicht behobene „wesentliche Mängel“ in der internen Kontrolle gibt. Das Unternehmen betonte jedoch, dass diese Probleme keine wesentlichen Auswirkungen auf die bisherigen Finanzberichte haben.
Was die Marktentwicklung betrifft, so steht die Aktie des Unternehmens unter Druck und ist im letzten Monat um etwa 39 % gefallen, was im Jahresverlauf einem Rückgang von 55 % entspricht. Obwohl das Unternehmen für 2025 einen Umsatzanstieg auf rund 615 Millionen US-Dollar prognostiziert, ist der Umsatz im letzten Quartal von etwa 137 Millionen auf 116 Millionen US-Dollar gefallen, mit einem Nettoverlust von rund 25 Millionen US-Dollar.
Analysten weisen darauf hin, dass diese regulatorische Maßnahme eine strukturelle Belastung für Bitcoin Depot darstellt. Ryan Yoon von Tiger Research meint, dies zeige, dass das profitabel Geschäftsmodell unter strenger Regulierung schwer aufrechterhalten werden könne; während Dominick John von Zeus Research meint, dass es sich vor allem um operativen und reputationsbezogenen Druck handele, der jedoch schnell behoben werden müsse.
Branchenbeobachter sind der Ansicht, dass dieser Fall die US-Bundesstaaten dazu bewegen könnte, die Regulierung von Bitcoin-ATMs weiter zu verschärfen, was tiefgreifende Auswirkungen auf den gesamten Markt für Krypto-Zahlungen und Offline-Zugänge haben dürfte.