Wenn KI die Inhaltserstellung billig macht, was kann langfristig überleben? So sagt der CEO von Figma.

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Mit der raschen Durchdringung generativer KI in den Bereichen Design und Softwareentwicklung sind die Hürden für „Kreativität“ bereits verschwunden, und Content-Ersteller geraten in Angst. Dylan Field, Mitbegründer und CEO von Figma, sowie Lulu Cheng Meservey, Kommunikationsleiterin bei Activision Blizzard, äußern hierzu gegenseitig ergänzende Ansichten: „Der langfristige Wert im KI-Zeitalter wird von den Urteilen, dem Geschmack und dem langfristigen Engagement der Menschen abhängen.“

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Dylan Field: Die „Tiefe“ menschlicher Beteiligung bestimmt die „Lebensdauer“ eines Produkts

Je mehr KI-Inhalte überhandnehmen, desto kürzer ist die Lebensdauer eines Produkts

In einem Essay auf Dylan Field X wird deutlich, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Inhalt oder Produkt vollständig von KI generiert wird, desto höher ist, desto kürzer ist die tatsächliche „Lebensdauer“ dieses Produkts:

Wenn du möchtest, dass deine Software, dein Roman oder dein Film eine lange Lebensdauer haben, injectierst du starke Ideen, achtest auf die kleinsten Details und investierst dein Herzblut sowie gründliche Überlegungen.

Er ergänzt: „Wenn du das nicht tust, ist dein Werk nicht gut genug, um weitergegeben zu werden. Es wird nicht geliebt und hat keinen Einfluss.“

KI ist ein Werkzeug, kein Ergebnisproduktionsautomat

Field betont besonders die Rolle der KI als „Werkzeug“. Für kurzfristige, einfache und schnell austauschbare Produkte kann KI den Produktionsprozess dominieren; aber wenn das Ziel eines Produkts ist, langfristig zu bestehen, ist KI nur eine unterstützende Technologie.

Er nennt als Beispiel die Figma-Funktion „Figma Weave“ und weist darauf hin, dass KI eher eine Art Formwerkzeug ist, ähnlich einem Modell, das Formen gestaltet, anstatt eine Maschine, die direkt fertige Produkte liefert:

In diesem Modell wird der Aufbau von Arbeitsabläufen (Workflow), Designentscheidungen und iterative Korrekturen zu einer neuen, lernenswerten Fähigkeit.

Wenn KI in die Softwareentwicklung einzieht: „Stabilität“ ist wichtiger als „Veränderung“

Beim Thema Softwareprodukte spricht Field besonders die Abneigung der Nutzer gegenüber Veränderungen an. Er sagt, häufige Anpassungen sind verständlich, aber ständiges Neugestalten der Kern-User-Erfahrung (UX) kann eher Ablehnung hervorrufen.

Er vergleicht es mit Wohnraum: „Man kann oft Fotos oder Dekorationen an der Kühlschranktür wechseln, aber die Grundstruktur des Hauses wird nicht beliebig neu gebaut.“

Seine Unterscheidung erinnert Designer daran, bei der Einführung KI-generierter Inhalte zu erkennen, welche Teile schnell austauschbar sind („lokale“) und welche stabile, langfristige „Kernarchitektur“ benötigen.

Wird Software personalisiert? Field bleibt vorsichtig

Was die Frage betrifft, ob KI Software in Richtung „vollständige Personalisierung“ führen wird, bleibt Field vorsichtig. Er meint, dass zwar jeder für sich Werkzeuge erstellen kann, aber bei Markenprodukten eine zu starke Individualisierung die Gemeinschaftsbildung und den kulturellen Austausch schwächen könnte.

Als Beispiel nennt er Snapchat, das durch seine scheinbar unlogischen Bedienungsweisen eine Kultur des „Lernens durch andere“ geschaffen hat, wodurch sich eine Gemeinschaft mit Identitätsgefühl bildet, anstatt nur die niedrigsten Lernkosten zu verfolgen.

Lulu Cheng Meservey: KI macht „Echtheit und langfristiges Engagement“ zum Vorteil

Fields Aussagen ähneln in ihrer Kernaussage einem kürzlichen Artikel von Lulu Cheng Meservey, die meint, dass die aktuelle Content-Landschaft von falschen Fassaden, Follower-Zahlen und Einfluss geprägt ist, wodurch „Echtheit“ zu einer knappen Ressource wird:

Mit der zunehmenden Unschärfe zwischen Wahrheit und Falschheit im zwischenmenschlichen Austausch wird Content, der als „echt“ erkannt wird, zum überzeugendsten narrativen Kapital.

Sie betont, dass die Ära, in der Unternehmen und Marken teure Videos zur Vermittlung von Geschichten und Werten nutzen, durch den Aufstieg der KI schwindet. Für zukünftigen „Aufmerksamkeits“-Vorsprung kommt es auf die tatsächlichen, langfristigen Investitionen an:

Ab diesem Punkt wird es um die Investition in Geschmack, authentische Inhalte, die Nähe zur realen Welt und den Aufbau aufrichtiger Beziehungen zu Nutzern immer wichtiger.

Meservey sagt offen, dass vertrauenswürdige Erzählungen oft 6 Monate bis über 18 Monate kontinuierliche Maßnahmen erfordern und nicht sofort den maximalen Traffic bringen.

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Das Ende der Technologie ist die Menschlichkeit: Kreativität im KI-Zeitalter kehrt zur menschlichen Investition zurück

In Zusammenfassung der Ansichten von Dylan Field und Lulu Cheng Meservey weisen beide darauf hin, dass KI die Produktionsweisen verändert, aber die Verantwortung des Menschen im kreativen Prozess nicht eliminiert. Wenn das Generieren einfacher wird, ist es vielmehr entscheidend, wie die Schöpfer ihre Ideen, ihren Geschmack und die Werte, die sie vermitteln wollen, einbringen.

In Zeiten des schnellen Wachstums von Software, Inhalten und Marken ist nur so langfristiges Überleben möglich.

Dieser Artikel, in dem KI die Content-Erstellung billig macht, was kann langfristig bestehen? So sagt es der CEO von Figma, zuerst veröffentlicht bei ABMedia.

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